Stefan Baumgartner lächelt während eines Interviews mit dem Scewo BRO vor der Kappelbrücke in Luzern. Menchen laufen hinter ihm vrbei.
24. Januar 2025

«Meinen BRO gebe ich nicht mehr her.»

Stefan Baumgartner nahm schon immer jede Herausforderung im Leben an – sowohl beruflich als Lastwagenfahrer als auch privat im Alltag. Auch nach der Diagnose einer seltenen Erbkrankheit, die seine Mobilität nach und nach immer mehr einschränkte, ließ er sich seine Lebensfreude nie wegnehmen. Statt sich zurückzuziehen, fand Stefan mit dem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO eine Möglichkeit, sein Leben neu zu gestalten. Könnte er BRO in drei Worten beschreiben, so wären das: Freiheit, Sozialkontakt, Unabhängigkeit.

Heute lebt Stefan im idyllischen Seeland in der Schweiz, das für seine sanften Hügel, glitzernden Seen und charmanten Dörfer bekannt ist. Hier genießt er die Natur in vollen Zügen und entdeckt mit BRO neue Möglichkeiten, die Welt um ihn herum zu erleben. Als „Steh-auf-Männchen“, wie er sich selbst beschreibt, hat Stefan mit BRO nicht nur ein reines Hilfsmittel gefunden, sondern einen treuen Begleiter, der ihn dabei unterstützt, seinen aktiven Lebensstil zu bewahren.

Ein neuer Lebensabschnitt für Stefan

Stefan lebt im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses. Seine fortschreitende Erbkrankheit brachte schleichend immer mehr Einschränkungen mit sich, wobei seine Haustreppen zur größten Hürde wurden. «Ich war ein Jahr lang in meiner Wohnung gefangen», erinnert er sich zurück. Ein Treppenlift war für ihn keine Option, da er nicht die Flexibilität bot, die er sich wünschte.

Durch einen Zufall entdeckte Stefan den Scewo BRO online und war sofort fasziniert. Er stellte sofort fest: «Mit BRO habe ich mehr Freiheiten, denn mit einem Treppenlift kann ich nur eine Treppe fahren – mit BRO aber hunderte». Nach einer Probefahrt war er überzeugt, dass BRO das richtige Hilfsmittel ist, das ihm seine Eigenständigkeit zurückgeben kann. Diese Entscheidung markierte den Beginn einer neuen Lebensphase, in der Hindernisse für ihn keine Rolle mehr spielten.

Charcot-Marie-Tooth (CMT) – eine seltene Erbkrankheit

Charcot-Marie-Tooth (CMT) ist eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung, die das periphere Nervensystem betrifft. Typische Symptome sind chronische Schmerzen in den Gliedmaßen, ein fortschreitender Verlust an Muskelkraft sowie ein Taubheitsgefühl, das sich oft in den Füßen und Händen bemerkbar macht. Diese Symptome führen zu Einschränkungen in der Mobilität und können alltägliche Aktivitäten erheblich erschweren.

Auch wenn CMT nach heutigem Stand nicht heilbar ist, gibt es Möglichkeiten, die Lebensqualität der Betroffenen erheblich zu verbessern. Physiotherapie, orthopädische Hilfsmittel und innovative Technologien wie der Scewo BRO können dabei helfen, Mobilität und Selbstständigkeit zu bewahren. Laut der Charcot-Marie-Tooth Association betrifft die Krankheit weltweit etwa 1 von 2.500 Menschen. 

(Quelle: Charcot-Marie-Tooth Association)

Aktiv & unabhängig am Leben teilnehmen

Mit dem Scewo BRO hat sich Stefans Beziehung zu seinem Umfeld umgehend ins Positive verändert. «Früher war ich eher ein Außenseiter», erklärt er uns in Hinblick auf seine Erkrankung und den damit verbundenen Hürden. Der Scewo BRO ermöglicht es ihm, wieder an sozialen Aktivitäten teilzunehmen, unabhängig zu reisen und selbstbewusst neue Ziele zu erkunden. Seine größte Leidenschaft, das Camping, kann er dank BRO nun in vollen Zügen ausleben.

«Ich habe schon viele schöne Sachen mit ihm erleben dürfen», sagt Stefan mit einem Lächeln. Er besucht jetzt wieder regelmäßig Freunde, nimmt am Festen teil und genießt die wiedergewonnene Gesellschaft anderer. Auch zu Hause ist er mit dem BRO deutlich mobiler. Dank der Liftfunktion kommt er selbstständig an Dinge heran, die früher unerreichbar waren. «BRO ist unverzichtbar geworden für mich», betont er.

Stefan Baumgartner steigt mit dem Scewo BRO eine große Treppe in der Stadt hinunter.
Stefan Baumgartner fährt mit seinem Scewo BRO über Kopfsteinpflaster in der Stadt.
Stefan Baumgartner fährt mit seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO sicher eine Holztreppe hinauf und demonstriert den Treppenmodus.
Nahaufnahme von Stefan Baumgartners Scewo BRO Elektrorollstuhl von hinten mit einer Gummiente als Verzierung an der Kopfstütze
Stefan Baumgartner fährt mit dem ElektroollstuhlScewo BRO sicher und bequem auf einem Fußgängerweg mit Bäumen und einem großenGebäude im Hintergrund.

Ein Leben voller Geschichten

Wo auch immer Stefan unterwegs ist, zieht BRO die Aufmerksamkeit auf ihn. Mit Begeisterung erklärt er die innovativen Funktionen seines treuen Begleiters, demonstriert den Treppenmodus oder zeigt, wie er mit dem Sitzlift auf Augenhöhe agieren kann. Sein nächstes großes Abenteuer soll ihn wieder zurück in die Türkei führen – ein Land, das für Stefan voller schöner Erinnerungen und Sehnsucht steckt.

«Ich gebe einfach nicht auf» – Dieser Leitsatz prägt Stefans Einstellung zum Leben und ist etwas, was er anderen gerne weitergibt. Besonders, wenn er Menschen von seinen Lebensgeschichten erzählt oder sie zum Lachen bringt, spürt er, wie viel Kraft ihm das zurückgibt. „Das ist meine Lebensenergie. Das motiviert mich weiterzumachen, trotz meiner Krankheit“, erzählt er mit einem strahlenden Lächeln. Dies und BRO gibt ihm die Freiheit, weiterzumachen – und das mit einer Lebensfreude, die ansteckend ist.

So finanzierte Stefan seinen BRO

Stefan war von Anfang an entschlossen: Der Scewo BRO ist genau das Hilfsmittel, das er für seine Selbstständigkeit braucht. Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, wandte er sich an die Invalidenversicherung (IV). Der Antragsprozess bei der IV erforderte Geduld, Gespräche und Durchhaltevermögen – doch Stefan blieb standhaft. Ein Teil der Kosten für Stefans BRO wurde schließlich von der Invalidenversicherung (IV) übernommen, beim restlichen Betrag unterstützte eine Stiftung.

Heute ist Stefan stolz darauf, dass sich seine Hartnäckigkeit auszahlte. Sein Rat an andere, die ebenfalls eine Finanzierung anstreben: «Dranbleiben, nicht aufgeben – das ist das, was zählt».

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