Daniel Fuks fährt in seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO auf dem eisernen Steg in Frankfurt die Treppen herunter
27. Juni 2025

«Es ist ein ganz tolles Gefühl, einen solchen Rollstuhl zu fahren.»

Als Daniel Fuks vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitt, veränderte sich sein Leben von einem Moment auf den nächsten. Bis dahin hatte er sich bereits eine beeindruckende Karriere aufgebaut. Als Projektmanager im Bauwesen, Geschäftsführer und Immobilienmakler war er in unterschiedlichsten Rollen erfolgreich. Er stand mitten im Leben, als ihn die Diagnose traf – seitdem ist seine rechte Körperhälfte gelähmt. Was folgte, war ein langer Weg zurück: Reha, berufliche Neuorientierung und vor allem die Frage, wie ein Alltag mit neuem Körpergefühl gelingen kann.

Seit über zehn Jahren lebt Daniel bereits in Frankfurt. Heute ist er wieder mitten im Geschehen, selbstbestimmt und neugierig auf alles, was vor ihm liegt. Dass er nicht nur beruflich, sondern auch privat wieder durchstarten konnte, verdankt er neben seiner Willensstärke auch einem ganz besonderen Begleiter: seinem Scewo BRO.

Stufe für Stufe zurück ins Leben

Nach seinem Schlaganfall war für Daniel schnell klar: Aufgeben kommt nicht infrage. Er bildete sich beruflich weiter, suchte neue Wege und stieß bei seiner Recherche auf den Scewo BRO. Er selbst hat in seinem Zuhause nämlich 18 Stufen, die er täglich überwinden muss. «Ich habe im Internet recherchiert, welche Möglichkeiten man hat, Stufen zu überwinden. BRO hat mir die komplette Möglichkeit geliefert, weil ich damit die Gebäude, die Architektur, die meine Leidenschaft sind, neu entdecken und meinen Beruf weiter ausüben kann.», resümiert er.

Heute kann Daniel seinen Beruf als Bau- und Projektmanager trotz der vielen Alltagsbarrieren wieder aktiv ausüben. Er erzählt: «Das ist das unglaublich zentrale Thema in meinem Beruf. Einfach, dass ich schnell irgendwo hinfahren kann, zügig, sicher. Ich kann Treppen in alten Gebäuden, neuen Gebäuden überwinden, kann selbst Baustellen besuchen».

Mobil trotz Schlaganfall

Ein Schlaganfall – in der Medizin auch Apoplex oder Hirnschlag genannt – tritt auf, wenn die Blutversorgung eines Teils des Gehirns unterbrochen wird. Die häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall sind Blutgerinnsel (ischämischer Schlaganfall) oder Hirnblutungen (hämorrhagischer Schlaganfall). In beiden Fällen sterben Gehirnzellen innerhalb kürzester Zeit ab – mit potenziell weitreichenden Folgen. Jährlich erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. 

Gerade nach einem Schlaganfall ist es entscheidend, schnell Lösungen zu finden, die nicht nur körperlich unterstützen, sondern auch mental stärken. Ein Hilfsmittel wie der Scewo BRO kann dabei helfen, verloren gegangene Mobilität schrittweise zurückzugewinnen und vor allem: wieder am Leben teilzunehmen.

(Quelle: Schlaganfall-Hilfe)

Neugier, Begegnung, Bewegung – was Daniel antreibt

Daniel ist ein Mensch, der viel und gerne unterwegs ist. Reisen, neue Orte entdecken, sich mit anderen Menschen austauschen – all das gibt ihm seine Lebensenergie: Mit BRO an seiner Seite steht ihm heute buchstäblich jede Tür offen. «Ich nutze den BRO immer, um irgendwo hinzukommen, ob nun nah oder fern. Für den Zug, mit dem Auto – alles kein Problem», erklärt er. Ob beim Besuch unbekannter Städte oder im Alltag in Frankfurt – BRO bringt ihn an Orte, die ohne das Hilfsmittel für ihn unzugänglich geblieben wären. Dank des hohen Fahrkomforts und der großzügigen Reichweite kann er dabei auch längere Strecken mühelos zurücklegen.

Besonders wichtig sind Daniel echte Begegnungen auf Augenhöhe. Bei Diskussionen, Vorträgen oder einfach im Gespräch mit anderen ermöglicht ihm BROs Sitzlift genau das: «Damit kann ich nach oben fahren, Leuten wirklich ins Gesicht schauen und mit ihnen sprechen und diskutieren». Es sind diese Momente, in denen sich für ihn Inklusion nicht nur technisch, sondern menschlich anfühlt.

Daniel Fuks sitzt in seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO vor dem Main mit Blick auf das Frankfurter Bankenviertel
Daniel Fuks sitzt in seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO vor der Altstadtkulisse Frankfurts und lacht in die Kamera
Daniel Fuks fährt den Sitz seines treppensteigenden Elektrorollstuhls Scewo BRO hoch vor der Altstadtkulisse Frankfurts mit einer großen Menschentraube im Hintergrund
Daniel Fuks sitzt in seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO am Restauranttisch mit einer Speisekarte in der Hand und schaut seinen gegenübersitzenden Sitzpartner an
Daniel Fuks liegt in seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO in der Relaxposition beim eisernen Steg in Frankfurt und lächelt in die Kamera.
Daniel Fuks fährt in seinem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO auf dem eisernen Steg in Frankfurt die Treppen herunter und Menschen schauen ihm zu

Mit Zuversicht in die Zukunft

Klar ist: Daniel weiß, was es bedeutet, sich nach einem Einschnitt im Leben neu zu sortieren. «Ich kann durchaus verstehen, dass Menschen gerade nach schwerer Krankheit oder Unfällen, ihr Selbstbewusstsein verloren haben, ihre Dynamik verloren haben, einfach nicht mehr das Ziel spüren, wofür es sich lohnt». Heute blickt er mit einer ruhigen Selbstverständlichkeit auf das, was er erreicht hat. Nicht trotz, sondern mit der richtigen Unterstützung: «Ohne den BRO hätte ich verschiedene Schritte nicht gemacht. Ich habe zwei Unternehmen gegründet und verantworte diese selbst. Das hätte ohne den BRO überhaupt nicht funktioniert». Für ihn ist BRO längst mehr als nur ein Hilfsmittel. Er selbst sagt: «Mein BRO ist mittlerweile ein Familienmitglied geworden»

Finanzierung über die Bundesagentur für Arbeit

Dass dies alles möglich geworden ist, verdankt Daniel auch der finanziellen Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit. Zuvor hatte er sich gründlich darüber informiert, wie der Kostenübernahmeprozess für BRO im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung funktioniert. Schließlich stellte er einen Antrag auf Kostenübernahme – mit Erfolg. Die Bundesagentur für Arbeit erkannte, welches Potenzial in BRO liegt und wie es als Hilfsmittel dabei hilft, berufliche Wiedereingliederung zu ermöglichen. «Wenn man die Gesamtkosten auf fünf Jahre verteilt betrachtet, ist der BRO keineswegs teuer. Im Gegenteil, er ist preiswert. Denn ich brauche keinen Treppenlift, keinen Autolift und auch keine weiteren Zusatzlösungen», stellt Daniel fest. Er empfiehlt: «Es schadet nie, es einfach zu probieren».

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