«Mein BRO ist für mich wie meine zweiten Beine.»
Anne H. lebt in Winterthur, einer Stadt, die genauso vielseitig ist wie sie selbst. Ursprünglich aus der Westschweiz, hat Anne in den letzten Jahrzehnten viele Herausforderungen gemeistert. Vor über 40 Jahren wurde bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert – eine Krankheit, die sich schleichend bemerkbar machte. Ihre optimistische Lebenseinstellung hat sie dabei jedoch nie verloren. Insbesondere mit ihrem treppensteigenden Elektrorollstuhl Scewo BRO hat sie eine Lösung gefunden, die ihr Leben auf eine Weise bereichert, die sie selbst als «befreiend» beschreibt.
Die ehemalige Lebensmittelingenieurin legt großen Wert auf gesunde Ernährung und hochwertige, regionale Bio-Produkte. Nicht selten trifft man sie auf dem Wochenmarkt in Winterthur an, wo sie frische Zutaten für ihre Gerichte besorgt. Pünktlich zur festlichen Saison begleiteten wir Anne nun auf dem Winterthurer Weihnachtsmarkt. Souverän und mit einem Tempo, das uns kaum hinterherkommen ließ, sauste sie mit ihrem BRO wie selbstverständlich durch das bunte Treiben. Schließlich erzählte sie uns, wie sich ihr Leben, seitdem BRO an ihrer Seite ist, verändert hat.
Annes zweite Beine
Vor rund 40 Jahren stellte die Diagnose Multiple Sklerose Annes Leben auf den Kopf. Seither probierte sie immer wieder neue Hilfsmittel aus, um ihren Alltag zu erleichtern. Erstmals stieß sie auf BRO in einer Zeitschrift, in der über den damals noch experimentellen Prototyp berichtet wurde – ein Rollstuhl, der Treppen steigen kann. Die Idee faszinierte sie sofort. Als sich schließlich die Möglichkeit bot, BRO persönlich auszuprobieren, konnte sie sich die Chance nicht entgehen lassen. «Ich fand den super cool», sagte sie lächelnd. Heute, drei Jahre später, beschreibt sie ihren BRO als ihre «zweiten Beine» – ein treuer Begleiter, der ihr in ihrem Alltag Möglichkeiten eröffnet, die sie lange für unerreichbar hielt.
Besonders schätzt sie die Flexibilität, die ihr BRO bietet, denn aufgrund ihrer Erkrankung ist Anne über den Tag hinweg oft erschöpft. Mit einem Knopfdruck kann sie den Rollstuhl in eine Liegeposition bringen, um kurz zu entspannen. Sie meint: «So einfach geht das mit keinem anderen Rollstuhl.» Nur so kann sie auch an anstrengenden Tagen neue Energie tanken und weiter aktiv bleiben.
Multiple Sklerose – die Krankheit mit den 1000 Gesichtern
Weltweit sind rund 2,8 Millionen Menschen von Multipler Sklerose (MS) betroffen – einer Krankheit, die in ihrer Vielfalt an Symptomen auch oft als die «Krankheit der 1000 Gesichter» bezeichnet wird. MS ist eine chronisch fortschreitende, neurologische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die sich in Form von entzündlichen Veränderungen des Gehirns und des Rückenmarks äußert. Trotz der Tatsache, dass MS bisher nicht heilbar ist, ermöglichen moderne Therapien, den Verlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Neben medizinischen Behandlungen spielen Mobilitätshilfen wie Rollstühle eine entscheidende Rolle. Statistisch betrachtet benötigt nach 26 Jahren etwa 50 % der Betroffenen einen Rollstuhl. Die Wahl eines geeigneten Rollstuhls bei MS kann dabei helfen, die Mobilität und Selbstständigkeit im Alltag zu bewahren.
(Quelle: Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e. V.)
Über den Köpfen und doch auf Augenhöhe
Eines der Features, das Anne an ihrem BRO besonders schätzt, ist der höhenverstellbare Sitz – oder so wie sie es liebevoll nennt: die «Musikfestwochen-Funktion». Wenn jedes Jahr in Winterthur die Musikfestwochen stattfinden, fährt sie den BRO in die Höhe, genießt die perfekte Sicht über die Köpfe hinweg und ist dabei mittendrin im Geschehen.
Im Alltag erleichtert BROs Sitzlift Anne, im Restaurant bequem auf Tischhöhe Platz zu nehmen oder mit anderen zu kommunizieren. «Mit einem normalen Rollstuhl muss man immer wie ein Kind hochschauen», erklärt sie. Dass sie dank des Sitzlifts nun immer auf Augenhöhe interagieren kann, macht für sie enorm viel aus. BROs Höhenverstellfunktion schenkt ihr nämlich nicht nur Komfort, sondern auch ein Gefühl von Inklusion und Zugehörigkeit.
Kein Hindernis zu groß
Manchmal stellt das Leben unerwartete Herausforderungen – doch für Anne existieren unüberwindbare Barrieren schon lange nicht mehr. Das zeigte sich erst kürzlich, als ein Vortrag, den sie besuchen wollte, in einen Raum verlegt wurde, der nur über Treppen erreichbar war. Was früher mit anderen Rollstuhl ein unlösbares Problem gewesen wäre, meisterte sie mit dem Scewo BRO mühelos: Kurzerhand wechselte sie in den Treppensteigmodus, fuhr die Treppen hinauf und nahm wie selbstverständlich am Vortrag teil.
«Früher hätte ich nicht gewusst, was ich machen soll, aber mit BRO sind solche Situationen kein Problem mehr», stellt Anne fest. Diese neue Selbstständigkeit schenkt ihr nicht nur Flexibilität, sondern auch das Vertrauen, dass sie überall dabei sein kann. Ihr Lebensmotto bringt es auf den Punkt: «Es gibt keine Probleme, es gibt nur Hindernisse – und für die gibt es Lösungen.»
Finanzierung ohne Hürden
Die Anschaffung eines innovativen Hilfsmittels wie des Scewo BRO muss keine große Hürde sein – das zeigt Annes Weg zur Finanzierung ihres Rollstuhls. Einen Teil der Kosten übernahm sie selbst, der andere Teil wurde von der Invalidenversicherung (IV) in der Schweiz getragen. Besonders positiv erinnert sie sich an die Unterstützung durch das Scewo Team: «Eigentlich hat das Scewo Team alles für mich gemacht, ich musste gar nichts tun», erzählt sie zufrieden. Anne empfiehlt, sich frühzeitig mit dem Prozess auseinanderzusetzen und nicht zu zögern, den Antrag zu stellen – mit der richtigen Unterstützung ist es einfacher, als man denkt. Ihr Rat an alle, die den BRO über die IV oder eine Krankenkasse finanzieren möchten: «Probieren geht über Studieren.»
